Schriftgrad: Schrift größer Schrift kleiner
73 Kapitel
Kapitel 01
Kapitel 02
Kapitel 03
Kapitel 04
Kapitel 05
Kapitel 06
Kapitel 07
Kapitel 08
Kapitel 09
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23
Kapitel 24
Kapitel 25
Kapitel 26
Kapitel 27
Kapitel 28
Kapitel 29
Kapitel 30
Kapitel 31
Kapitel 32
Kapitel 33
Kapitel 34
Kapitel 35
Kapitel 36
Kapitel 37
Kapitel 38
Kapitel 39
Kapitel 40
Kapitel 41
Kapitel 42
Kapitel 43
Kapitel 44
Kapitel 45
Kapitel 46
Kapitel 47
Kapitel 48
Kapitel 49
Kapitel 50
Kapitel 51
Kapitel 52
Kapitel 53
Kapitel 54
Kapitel 55
Kapitel 56
Kapitel 57
Kapitel 58
Kapitel 59
Kapitel 60
Kapitel 61
Kapitel 62
Kapitel 63
Kapitel 64
Kapitel 65
Kapitel 66
Kapitel 67
Kapitel 68
Kapitel 69
Kapitel 70
Kapitel 71
Kapitel 72
Kapitel 73
Übersicht

Kapitel 04

Die Werkzeuge der geistlichen Kunst

  1. Vor allem: Gott, den Herrn, lieben mit ganzem Herzen, ganzer Seele und mit ganzer Kraft. (Dtn 6,5)
  2. Ebenso: Den Nächsten lieben wie sich selbst. (Mk 12,30-31; Lev 19,18)
  3. Dann: Nicht töten. (Ex 20,13)
  4. Nicht Ehe brechen. (Ex 20,14)
  5. Nicht stehlen. (Ex 20,15)
  6. Nicht begehren. (Ex 20,17)
  7. Nicht falsch aussagen. (Ex 20,16)
  8. Alle Menschen ehren. (1Petr 2,17)
  9. Und keinem anderen antun, was man selbst nicht erleiden möchte. (Tob 4,16)
  10. Sich selbst verleugnen, um Christus zu folgen. (Mt 16,24)
  11. Den Leib in Zucht nehmen. (1Kor 9,27)
  12. Sich Genüssen nicht hingeben.
  13. Das Fasten lieben.
  14. Arme bewirten. (Mt 25,35)
  15. Nackte bekleiden. (Mt 25,36)
  16. Kranke besuchen. (Mt 25,36)
  17. Tote begraben. (vgl. Tob 2,7-9)
  18. Bedrängten zu Hilfe kommen.
  19. Trauernde trösten.
  20. Sich dem Treiben der Welt entziehen.
  21. Der Liebe zu Christus nichts vorziehen. 
  22. Den Zorn nicht zur Tat werden lassen.
  23. Der Rachsucht nicht einen Augenblick nachgeben.
  24. Keine Arglist im Herzen tragen.
  25. Nicht unaufrichtig Frieden schließen.
  26. Von der Liebe nicht lassen.
  27. Nicht schwören um nicht falsch zu schwören. (Mt 5,34)
  28. Die Wahrheit mit Herz und Mund bekennen.
  29. Nicht Böses mit Bösem vergelten. (1Petr 3,9)
  30. Nicht Unrecht tun, vielmehr erlittenes geduldig ertragen.
  31. Die Feinde lieben. (Lk 6,27)
  32. Die uns verfluchen, nicht auch verfluchen, sondern - mehr noch - sie segnen. (Lk 6,28; 1Petr 3,9)
  33. Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen. (Mt 5,10)
  34. Nicht Stolz sein, (Tit 1,7)
  35. nicht trunksüchtig, (1Tim 3,3)
  36. nicht gefräßig,
  37. nicht schlafsüchtig, (Spr 20,13)
  38. nicht faul sein. (vgl. Spr 6,6-11)
  39. Nicht murren. (Weish 1,11)
  40. Nicht verleumden.
  41. Seine Hoffnung Gott anvertrauen. (Ps 73,28)
  42. Sieht man etwas gutes bei sich, es Gott zuschreiben, nicht sich selbst.
  43. Das Böse aber immer als eigenes Werk erkennen, sich selbst zuschreiben. 
  44. Den Tag des Gerichtes fürchten.
  45. Vor der Hölle erschrecken.
  46. Das ewige Leben mit allem geistlichen Verlangen ersehnen.
  47. Den unberechenbaren Tod täglich vor Augen haben.
  48. Das eigene Tun und Lassen jederzeit überwachen.
  49. Fest überzeugt sein, dass Gott überall auf uns schaut. (Spr 15,3)
  50. Böse Gedanken, die sich in unser Herz einschleichen, sofort an Christus zerschmettern und dem geistlichen Vater eröffnen. (Ps 137,9)
  51. Seinen Mund vor bösem und verkehrtem Reden hüten.
  52. Das viele Reden nicht lieben.
  53. Leere und zum Gelächter reizende Worte meiden.
  54. Häufiges oder ungezügeltes Gelächter nicht lieben.
  55. Heilige Lesungen gerne hören.
  56. Sich oft zum Beten niederwerfen.
  57. Seine früheren Sünden unter Tränen und Seufzen täglich im Gebet Gott bekennen;
  58. und sich von allem Bösen künftig bessern.
  59. Die Begierden des Fleisches nicht befriedigen. (Gal 5,16)
  60. Den Eigenwillen hassen.
  61. Den Weisungen des Abtes in allem gehorchen, auch wenn er selbst, was ferne sei, anders handelt; man denke an die Weisung des Herrn: (Mt 23,3) "Was sie sagen, das tut; was sie aber tun, das tut nicht."
  62. Nicht heilig genannt werden wollen, bevor man es ist, sondern es erst sein, um mit Recht so genannt zu werden.
  63. Gottes Weisungen täglich durch die Tat erfüllen.
  64. Die Keuschheit lieben.
  65. Niemanden hassen.
  66. Nicht eifersüchtig sein.
  67. Nicht aus Neid handeln.
  68. Streit nicht lieben.
  69. Überheblichkeit fliehen.
  70. Die Älteren ehren,
  71. die Jüngeren lieben.
  72. In der Liebe Christi für die Feinde beten. (Mt 5,44)
  73. Nach einem Streit noch vor Sonnenuntergang zum Frieden zurückkehren. (Eph 4,26)
  74. Und an Gottes Barmherzigkeit niemals verzweifeln.
  75. Das sind also die Werkzeuge der geistlichen Kunst.
  76. Wenn wir sie Tag und Nacht unaufhörlich gebrauchen und sie am Tag des Gerichts zurückgeben, werden wir vom Herrn jenen Lohn empfangen, den er selbst versprochen hat:
  77. "Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, hat Gott denen bereitet die ihn lieben." (1Kor 2,9)
  78. Die Werkstatt aber, in der wir das alles sorgfältig verwirklichen sollen, ist der Bereich des Klosters und die Beständigkeit in der Gemeinschaft.