Berufung zum Benediktinermönch

Du bist ein junger Mann – 21 – 40 Jahre alt –  und  auf der Suche?

Auf der Suche nach Gott?

Auf der Suche nach Deiner Berufung?                                    

Der hl. Benedikt formuliert das in seiner Regel so: “Wer ist der Mensch, der das Leben liebt und gute Tage zu sehen wünscht?“ (RB Prol 15)
Und weiter: Ein erfahrener Bruder möge sich seiner annehmen und darauf achten, ob er wirklich Gott sucht. (RB 58, 6-7)

Wie konkretisiert sich diese Suche nach Gott?

Der heilige Benedikt, unser Ordensvater, benennt in seiner Regel drei Kriterien (RB, 7f):


  • Das erste und wichtigste Kriterium ist,
    ob einer Eifer für den Gottesdienst hat?

Ist mir das Lob Gottes wirklich so wichtig, dass ich täglich dafür Zeit investieren möchte?

Bin ich bereit, meinen alltäglichen Lebensrhythmus vom gemeinsamen und persönlichen Gebet, vom Hören auf das Wort Gottes und vom Antwortgeben in Lob, Dank und Bitte prägen lassen zu wollen und stellvertretend für Kirche und Welt vor Gott zu stehen?


  • Das zweite Kriterium ist,
    ob ein Mensch hörbereit ist auf Gott und auf die Gemeinschaft?

Bin ich bereit, die mir von Gott geschenkten Gaben, das heißt auch Begabungen, für den Aufbau des Reiches Gottes, wie es sich in einer klösterlichen Gemeinschaft vor Gott zeigt, zu investieren?

Lass ich mich von einer Gemeinschaft einfordern?

Bin ich hilfsbereit, einsatzfreudig, integrationsbereit und dennoch phantasievoll, um das Ganze positiv und frohen Herzens mitzutragen?


  • Das dritte Kriterium wird mit der Frage umschrieben,
    ob ein Mensch bereit ist, auch belastende Situationen, die es auf dem Weg zu Gott gibt, auf sich zu nehmen?

Ein Leben in einer Gemeinschaft ist noch kein himmlisches Leben in ewiger Harmonie. Wir alle sehnen uns danach, und dennoch bleibt überall dort, wo Menschen miteinander leben, „Hartes und Schweres“ (RB 58,8) nicht aus.

Bin ich belastbar genug, um solche Phasen im gemeinsamen Miteinander durchzutragen, ohne sofort den Weg zu verlassen?

Bin ich bereit, notwendige Verzichte anzunehmen, die mir niemals erspart bleiben, wenn ich mich für etwas entscheide?

Denn Entscheidung bedeutet auch Trennung von Geliebtem und Wertvollem zugunsten anderer Werte. Dann wird uns aber auch, wie wir hoffen, geschenkt, was der hl. Benedikt am Ende des Prologs seiner Regel uns in Aussicht stellt: „Wer aber im klösterlichen Leben und im Glauben fortschreitet, dem wird das Herz weit und er läuft in unsagbarem Glück der Liebe den Weg der Gebote Gottes…“ (RB Prol 49-50)


Wenn diese Gedanken und die Fragen zum Nachdenken und Nachspüren Dich angeregt haben und nicht mehr los lassen, dann ist es wichtig, mit einem geistlichen Menschen  ins Gespräch zu  kommen, denn zur Gottes- und Selbsterkenntnis gelangt der Mensch- so auch Du – nur im Dialog mit dem anderen.

Ich bin bereit, Dir  im gemeinsamen Gespräch zu zuhören und mit Dir der Frage nach dem Willen Gottes für Dich nachzugehen und somit bei Deiner Gottsuche behilflich zu sein.

Du kannst Dich gerne mündlich oder schriftlich an mich wenden:

Prior- Administrator P. Raphael Klaus Gebauer OSB
Felsenkloster St. Georgenberg – Benediktinerabtei
St. Georgenberg 181
6135 Stans in Tirol
Telefon:  0043 (0)5242 / 63786 – 19  oder – 30
Mail:  raphael@st-georgenberg.at

Gebet um Erkenntnis der eigenen Berufung

Vater im Himmel. Du hast für mich einen besonderen Platz in der Kirche und in der Welt. Schon seit Ewigkeit weißt du, wofür du mich geschaffen hast. Du kennst die Aufgabe, die du mir zutraust und niemand sonst. Wenn ich diese Berufung nicht annehme, dann wird sie niemals verwirklicht werden. Darum will ich mich bemühen, deine Pläne mit mir zu erkennen und zu erfüllen. Schenke mir die Klarheit des Verstandes und die Bereitschaft des Herzens, die mich deinen Herzenswunsch erkennen lässt. Aus Liebe zu dir und im Vertrauen auf dich will ich Jesus nachfolgen, worin auch immer meine Berufung bestehen mag. Ich weiß, dass ich in der Liebe und der Kraft des Heiligen Geistes mit dir alles verbringen kann. Amen