Nachtwallfahrten im Mai

Wallfahrtspater Raphael Klaus Gebauer informiert:

Die Jugend- und Firmlingsnachtwallfahrt am Freitag, 7.Mai 2021 findet statt.

Die Nachtwallfahrt am 13. Mai 2021 auf dem St. Georgenberg entfällt.

Ich bitte die Pilger um Verständnis.

Prior Adm. und Wallfahrtspater Raphael Klaus Gebauer

Gottesdienste zu Ostern

Wir laden Dich / Sie recht herzlich zur Mitfeier der Gottesdienste der Kar- und Ostertage auf dem St. Georgenberg ein:

Freitag vor Palmsonntag – der Schmerzensfreitag
11.00 Uhr Pilgeramt in der Chorkapelle
15.00 Uhr Konvent- und Pilgeramt in der Chorkapelle 

Palmsonntag
9.00 Uhr Konvent- und Pilgeramt in der Wallfahrtskirche
11.00 Uhr und 15.00 Uhr Pilgeramt in der Wallfahrtskirche
Bei den Gottesdiensten werden die mitgebrachten Palmbuschen gesegnet.

Mit dem Gründonnerstag beginnen die heiligen Tage, das sogenannte „Triduum Sacrum“.

Gründonnerstag
17.00 Uhr Abendmahlsfeier in der Chorkapelle
anschließend Beichtgelegenheit

Karfreitag – Todesstunde Jesu
11.00 Uhr Kreuzwegandacht in der Wallfahrtskirche
15.00 Uhr Liturgiefeier in der Wallfahrtskirche
anschließend Beichtgelegenheit
Mit dem Lesen der Passionsgeschichte wird an Jesu Leidensweg und den Tod am Kreuz gedacht.
Im Rahmen dieser Liturgie wird sein heiliges Kreuz verehrt.

Karsamstag – Tag der Grabesruhe Jesu

Ostersonntag
Der Sieg über den Tod und die Auferstehung Jesu werden am Ostermorgen gefeiert.
5.00 Uhr Auferstehungsfeier in der Wallfahrtskirche
11.00 Uhr und 15.00 Uhr Pilgerhochamt

Ostermontag
9.00 Uhr Konvent- und Pilgeramt
11.00 Uhr und 15.00 Uhr Pilgeramt

Parte von Br. Johannes Wagenknecht

+

Br. Johannes (Jürgen) Wagenknecht OSB


Missionsbenediktiner der Abtei St. Georgenberg


26. Juli 1962 – 8. Januar 2021


Unser Mitbruder war am 8. Januar 2021 zu einer Wanderung aufgebrochen und kehrte von dieser nicht zurück. Eingesetzte Suchmannschaften entdeckten den leblosen Körper unterhalb des Felsenklosters St. Georgenberg. Nach Aussage der Polizei war er im steilen, laubbedeckten Waldgelände trotz guten Schuhwerks ausgerutscht und 100 Meter in die Wolfsklamm abgestürzt. Eine herbeigerufene Ärztin konnte nur noch seinen Tod feststellen.

Tiefe Betroffenheit herrscht seit diesem tragischen Ereignis im Konvent der Abtei St. Georgenberg, bei seinen Familienangehörigen und bei den Menschen, die ihn kannten und mit ihm Umgang hatten. Lassen wir zunächst an unserem geistigen Auge das äußere Leben unseres verstorbenen Mitbruders vorbeiziehen:

Br. Johannes wurde am 26. Juli 1962 in Lustenau (Vorarlberg) als zweites von vier Kindern der Frau Maria Wagenknecht (geb. Tabernig) und des Herrn Herbert Wagenknecht geboren. Seine Mutter war Hausfrau und sein Vater Maurerpolier. Er wuchs in der Ortschaft Sulz auf und besuchte die örtliche Volksschule. 1972 wechselte er auf Empfehlung des Volkschuldirektors in das Gymnasium in Feldkirch. 1980 erlangte er die Matura mit ausgezeichnetem Erfolg. Dann folgten Studienjahre der Architektur und Forstwirtschaft in Innsbruck und Wien, verbunden mit Gelegenheitsarbeiten. Einige Jahre war er bei verschiedenen Firmen als Hilfsarbeiter und angelernter Metallarbeiter tätig.

1989 begann er seine Kandidatur in der Benediktinerabtei St. Georgenberg – Fiecht. Nach dem Postulat durfte er am 20. April 1992 unter Abt Edgar Dietel die zeitliche Profess ablegen. Im gleichen Jahr besuchte er einen Einführungskurs für Ordensverwaltung bei der Treuhandgesellschaft Unitas Solidaris in Wien. Im Vertrauen auf Gottes Gnade, Güte und Hilfe legte er unter Prior Administrator P. Dr. Leo Pittracher die ewigen Gelübde ab. Unter ihm begann er seine Arbeit in der Verwaltung bei P. Christoph Puschner. Während der Amtszeit von Abt Anselm Zeller war er einige Jahre als Verwalter (Cellerar) der Abtei tätig und kümmerte sich rührselig um unseren Mitbruder P. Benedikt Vollmann bis zum Tod. Krankheitsbedingt musste er die Aufgabe des Cellerars abgeben und konnte sein begonnenes Fernstudium der Theologie nicht zum Ziele führen.

Nach einer längeren Erholungsphase nahm er bis zu seinem Tod wichtige Aufgaben in unserer Verwaltung wahr. In unserem Wald erledigte er Brennholzarbeiten, was ihm viel Freude bereitete. Neben seinen eigentlichen Tätigkeiten half er auch immer mit, wo er gebraucht wurde, vor allem beim Umzug vom Stift auf den St. Georgenberg. In seiner Freizeit erkundete er die Besitzungen der Abtei und suchte dabei auch alte, nicht mehr eingezeichnete Wege und Steige zu finden und zu gehen. So war er derjenige, der sich im Klosterareal am Besten auskannte und diesbezüglich Fragen beantworten konnte. Manchmal äußerte er den Wunsch, sich in eine Hütte zurückzuziehen und dort ohne jede Annehmlichkeit zu leben, was ihm auch gewährt wurde.

Manchmal zog er sich auch im Alltag weitgehend innerlich zurück, auch wenn er im Umgang freundlich blieb. Auf der Suche nach Gott und seinem Wirken nahm er neben den religiösen Einheiten unserer Gemeinschaft auch an einer Weggemeinschaft der Diözese und einem Bibelkreis teil. Im Umgang mit den Mitmenschen zeigte sich Br. Johannes zugewandt, heiter, freundlich und hilfsbereit. Vor allem schlug sein Herz für die Armen. Dabei merkte er manchmal nicht, wenn er von einer bestimmten Personengruppe ausgenutzt wurde.

Sein heiteres Auftreten und seine unterhaltsame Art täuschten oft darüber hinweg, dass er unter einer Depression litt. Stationäre Krankenhausaufenthalte, Medikamente und eine längere Psychotherapie hatten dazu beigetragen, dass er seinen Alltag gut bewältigen konnte. Schade, dass sein Leben bei einer Wanderung so tragisch endete. Möge Br. Johannes erfahren haben, was Bischof Stecher einmal formulierte: „In keiner Stunde unseres Lebens umarmt uns der Herr inniger als in unserer Letzten.“

Auf das irdische Leben unseres Mitbruders zurückschauend war es „ein Leben in Fragmenten“, das Gott nun ergänzen und vollenden möge. Wir danken ihm, dass er einen großen Teil seines Lebens mit uns „unter der Führung des Evangeliums“ geteilt hat.

Wir feiern für unseren Mitbruder Br. Johannes am Samstag, 23. Januar 2021, um 14.00 Uhr in der Stiftskirche Fiecht das Requiem.

Prior Administrator P. Raphael Klaus Gebauer OSB und Konvent der Abtei St. Georgenberg

Bruder Johannes Wagenknecht OSB gestorben

Wie gern bin ich gewandert
über Berge, Wald und Flur
nun bin ich heimgegangen
zum Schöpfer der Natur.

Unser Mitbruder war am 8. Januar 2021 zu einer Wanderung aufgebrochen und
kehrte von dieser nicht zurück.
Eingesetzte Suchmannschaften entdeckten die Leiche unseres Mitbruders
am nächsten Tag unterhalb des Felsenklosters St. Georgenberg.

Nach Aussage der Polizei dürfte er im steilen, laubbedeckten Waldgelände
ausgerutscht und 100 Meter in die Wolfsklamm abgestürzt sein.


Br. Johannes (Jürgen) Wagenknecht OSB
(Konventuale der Abtei St. Georgenberg)

geboren am 26. Juli 1962 in Lustenau (Vorarlberg)
Profess abgelegt am 21. April 1992
gestorben am 8. Januar 2021

Nimm mich auf, o Herr, nach deinem Wort, und ich werde leben.
Lass meine Hoffnung nicht zu Schande werden.

Aufbahrung: am Freitag, 22. Januar 2021 ab 9.00 Uhr in der Stiftskirche Fiecht
Requiem und Beisetzung: am Samstag, 23. Januar 2021 um 14.00 Uhr in der Stiftskirche Fiecht

Aufgrund der Pandemie und des Lockdowns können  ca. 50 Personen an den Feierlichkeiten teilnehmen.

Parte von P. Arno Münz

+

P. Arno (Winfried) Münz OSB

Missionsbenediktiner der Abtei St. Georgenberg

5. Februar 1940 – 16. Oktober 2020


In der Krankenabteilung der Erzabtei St. Ottilien verstarb am 16. Oktober 2020 unser Mitbruder P. Arno Münz OSB. Aufgrund seines in den letzten Monaten immer schlechter werdenden Gesundheitszustandes und den damit verbundenen Krankenhausaufenthalten war der Tod für ihn eine Erlösung. Er wusste, wie es um ihn bestellt war, denn vor einigen Wochen äußerte er bereits, dass er Weihnachten nicht mehr erleben werde.

Am 5. Februar 1940 erblickte er als erstes von zwei Kindern der Volksschullehrerin Maria Münz, geborene Dahnes und des Gymnasiallehrers und Schriftstellers Karl Münz in Kaisers-lautern das Licht der Welt. Da die Mutter als Lehrerin von den Amerikanern angestellt war, musste die kleine Familie keinen Hunger leiden. Wegen des zweiten Weltkrieges sah ihn sein Vater zum ersten Mal, als er fünf Jahre war. Da seinem Vater verschiedene Gymnasiallehrerstellen zugewiesen wurden, verbrachte er seine Kindheit und Jugendzeit  verbunden mit dem Besuch der Volksschule in Hollenbach und Dietenheim, der Oberrealschule der Schulbrüder in Illertissen und des Deutschorden – Gymnasiums in Bad Mergentheim, wo ihm das Zeugnis der Reife (Abitur) 1959 erteilt wurde.

Da er „heil“ aufwachsen sollte, wurde  – auch durch den Einfluss seiner Oma – alles „Dämonische“ von ihm ferngehalten und Fußball spielen, Tanz, Wagner Opern und Blech-musik hören oder spielen war in der Familie Münz verpönt. Hausmusik, Spielnachmittage und Schachpartien waren für ihn eine schöne Abwechslung. Interessant waren auch die Begegnungen im Hause Münz mit Schriftstellern unter anderen z.B. mit Siegfried Lenz. Aufgrund seiner musikalischen Begabung war er Mitglied der „Dietenheimer Spatzen“. Es war für ihn ganz wichtig, dass er über ein eigenes Zimmer verfügte, sich nicht eingesperrt fühlte und von Anfang an unternehmungslustig war. Durch den Kontakt mit Gleichaltrigen wurde er, wie er meinte, auch frecher und mutiger.

Ein Nachdenken über seine Zukunft und der plötzliche Gedanke „Ich gehe in ein Kloster.“, sowie ein Besuch einer Mittagshore in der Abtei Münsterschwarzach, die vielen Exerzitien-gespräche mit P. Gilbert aus Bad Wimpfen und die Beschäftigung mit der Regel Benedikts, besonders mit dem Satz „Alle Geräte und den ganzen Besitz des Klosters betrachte er (der Cellerar) als heiliges Altargerät.“, bewogen P. Arno im Herbst 1959 in die Erzabtei St. Ottilien einzutreten, womit eine große Umstellung verbunden war. Nach dem Noviziat und der Ablegung seiner Profess am 19.9.1960 begann er in üblicher Weise mit dem Philosophiestudium an der eigenen Hochschule in St. Ottilien. Nach dem Abschluss folgte von 1962 – 1964 das Theologiestudium in München. Zum Diakon wurde er 1964 in Benediktbeuern geweiht. Da P. Arno Englischlehrer werden sollte, schickte ihn Erzabt Suso Brechter zum Studium nach Amerika. Mit einem Hochseedampfer kam er in New York an und lebte in der Abtei Newton. Von 1964 bis 1966 bildete er sich theologisch in der Conception Abbey weiter und machte auch dort seinen theologischen Abschluss. Die Semesterferien nutzte er, um Amerika mit einem eigenen Auto kennenzulernen. Die Priesterweihe erhielt er am 26. August 1965 in Boston, an der auch seine Eltern und seine Schwester teilnahmen. Primiz feierte er in der Abtei Newton und die Nachprimiz am 24. Juni 1966 in Bad Mergentheim. Schon in Amerika hatte P. Arno dem Erzabt mitgeteilt, dass ihm ein Zweitstudium Probleme bereite. Der Erzabt schrieb ihm postwendend: „Bewahre deine Seele.“

Nach seiner Rückkehr nach St. Ottilien wollte Erzabt Suso ihn weiterhin als Englischlehrer ausbilden lassen, stieß aber bei P. Arno weiterhin auf eine innere Sperre. So kam es für ihn zu vielen Aushilfen in der Umgebung von St. Ottilien. Nachdem sich die Abtei St. Georgenberg – Fiecht der Kongregation von St. Ottilien anschloss, wurden im März 1967 P. Arno und weitere Mitbrüder in die Abtei St. Georgenberg – Fiecht ausgesandt. Ursprünglich sollte er nur für ein halbes Jahr nach Fiecht, aber ein Jahr nach dem anderen verging, so dass er – mittlerweile heimisch geworden – seine Stabilität am 27. Dezember 1972 auf unsere Abtei übertrug. Kurz nach seiner Ankunft wurde er ohne pädagogische Vorbildung, wie er immer betonte, als Präfekt im Internat unserer Abtei eingesetzt. Trotzdem gelang es ihm, in dieser seiner fast 20-jährigen Tätigkeit die Schüler mit Theaterspielen, einem Musical, gemein-samen Zeltlagern, Missionsbasaren, Nachhilfeunterricht und einer facettenreichen Freizeitgestaltung zu begeistern und die Talente der ihm Anvertrauten zu fördern, so dass viele Schüler sich noch gerne an ihn erinnern, ihm dankbar sind und Kontakt mit ihm hielten. In der Hauptschule in Fiecht war er als Religionslehrer tätig.

Neben seiner Internatstätigkeit errichtete er ab 1969 auf Anraten des  Abtes Gregor Schinnerl in St. Georgenberg ein Kurszentrum, und im Sommer 1970 gab es das erste Kursangebot. Zuvor besuchte er für seine spirituelle Weiterbildung Kurse von Graf Dürck-heim, und es wurde der Kurs „Meditationswochen mit Bergwandern“ geboren. Jahr für Jahr bot er diesen Kurs aufgrund seiner Beliebtheit mehrmals an. Auf die Karwendel-Höhen wurde gewandert gemäß dem Ausspruch von Bischof Stecher, dass auch ein Weg über die Berge zu Gott führe. Zudem wurde ein jährliches Themenheft mit spirituellen Impulsen für die Meditationseinheiten erstellt. Die TeilnehmerInnen schätzten seine angebotenen Kurse, da er ihnen viel aus seinem spirituellen Schatz auf ihren persönlichen Lebensweg mitgab. So löste sich so mancher Lebensknoten bei ihnen im Laufe der Zeit, und sie durften im eigenen Leben viel Befreiung erfahren. Zu der eigenen Befreiung so mancher verinnerlichter Haltung beigetragen haben sowohl sein eigener Besuch des einjährigen Kurses „Spiritual counselling“ 1999 in St. Anselm in England als und auch die sakralen Tänze, da er sich im meditativen Tanzen ausbilden ließ und Tanzen zu seiner Leidenschaft geworden war. Einprägsam und Gewinn bringend waren für P. Arno auch die Begegnungen mit Friedrich Weinreb, da er ihm eine neue biblische Sicht vermittelte. Das hatte zur Folge, dass er auch Bibelkurse und Enneagramm-Exerzitien anbot. In guter Erinnerung sind auch seine Exerzitien geblieben, die er in europäischen Ordensgemeinschaften und in Übersee gehalten hat und seine spirituellen Reisen nach Burgund und Südtirol. In der Pfarre Terfens war er von 1991 – 1998 als Pfarrprovisor seelsorglich tätig, erteilte Religionsunterricht und war als aktiver Trompeter in der Bundesmusikkapelle Terfens engagiert. In der Pfarre Fiecht leitete er den Kirchenchor von 1988 – 1991, spielte selbst Geige und Gitarre.

Im Stift Fiecht war er lange Zeit Prior, nahm die Dienste des Novizenmeisters und des Cantors wahr und stellte sich als Redakteur des Missionskalenders zur Verfügung. Bis kurz vor seinem Tod betreute er als Webmaster unsere Homepage. Für die Dienste in unserer Gemeinschaft sind wir unserem verstorbenen Mitbruder sehr dankbar.

All diese Dienste und Kurse nahm er nach wie vor wahr, obwohl er ab 2005 Dialysepatient war, ihm 2011 eine neue Niere transplantiert und 2014 an seinem Rückgrat einige Wirbel versteift worden waren. Der Erfolg der letzten Operation blieb aus, da er immer gebeugter ging und viele Schmerzen erleiden musste.

Mit großem Interesse verfolgte er den Umbau des St. Georgenberg zu einem Kloster. Es  war sein ausdrücklicher Wunsch dorthin umzusiedeln und das größte Zimmer in der Klausur zu erhalten. Möge nun die Wohnung im Haus des Vaters ihm entsprechen.

Wir feiern für unseren Mitbruder P. Arno am Freitag, 30. Oktober 2020, um 14.00 Uhr in der Stiftskirche Fiecht das Requiem und setzen ihn gemäß seinem Wunsch in der dortigen Krypta bei.

Prior Administrator P. Raphael Klaus Gebauer OSB und Konvent der Abtei St. Georgenberg

Pater Arno Münz OSB gestorben

Die Hoffnung auf Leben hat sich erfüllt
für unseren Mitbruder


P. Arno (Winfried) Münz OSB
(Konventuale der Abtei St. Georgenberg)

geboren am 5. Februar 1940 in Kaiserslautern

Profess abgelegt am 19. September 1960 in der Erzabtei St. Ottilien

ordiniert am 26. August 1965 in Boston (USA)

Seine Stabilität übertrug er am 27. Dezember 1972 auf die Abtei Fiecht

gestorben am 16. Oktober 2020 in der Erzabtei St. Ottilien

Requiem und Beisetzung für P. Arno finden am Freitag, 30.10. um 14:00 in der Stiftskirche Fiecht statt.

Wir vertrauen ihn der barmherzigen Liebe Gottes

an.

Prior Administrator P. Raphael Klaus Gebauer OSB und Konvent


_________________________________________________________________________________

Death Announcement
The hope for life has been fulfilled for our confrere



Fr. Arno (Winfried) Münz OSB
(member oft he abbey of St. Georgenberg)


He was born on 05. February 1940 in Kaiserslautern.

He made his profession on 19th September 1960 in St. Ottilien.

He transfered his profession on 27th Dezember 1972 to Fiecht.

He was ordained priest on 26th August 1965 in Boston (USA).

He died on 16th Oktober 2020 in St. Ottilien.

Requiem and funeral for P. Arno will take place on Friday, 30.10. at 14:00 in the in the Church of Fiecht.

We entrust him the merciful love of God.

Prior Administrator P. Raphael Klaus Gebauer OSB and the community

Pandemie

Pandemie

Gott, richte uns wieder auf (Ps 80,4)

Die Österreichische Bischofskonferenz hat am 19. März 2020 aufgrund der Pandemie bekräftigt:
Für den kirchlichen Bereich halten die Bischöfe zusätzlich bis auf Weiteres fest:
Alle öffentlichen Gottesdienste und religiösen Versammlungen sind untersagt.
Sämtliche kirchliche Veranstaltungen, die mit Versammlungen verbunden sind, werden abgesagt.

Für die Wallfahrtskirche St. Georg und für die Lindenkirche 

sowie für die Benediktinerabtei St. Georg  gilt:
Zum Schutz aller PilgerInnen und BesucherInnen sind alle Gottesdienste in der Wallfahrtskirche und der Chorkapelle St. Benedikt nicht mehr öffentlich zugänglich. (Die Bischöfe entbinden von der Sonntagspflicht.)Die Benediktinerabtei, das Geistliche Zentrum und der Klosterladen sind bis auf Widerruf für Gäste und Besucher geschlossen

Auf dem St. Geogenberg ist nur die Wallfahrtskirche St. Georg von 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr für persönliches Beten geöffnet und zugänglich. Wer einen schwerwiegenden und dringenden Grund für eine Beichte hat, kann sich telefonisch (05242 63786-19) an mich, den Wallfahrtspater, wenden.
Ebenso stehe ich Ihnen in persönlichen, seelsorglichen oder geistlichen Angelegenheiten sowohl telefonisch als auch per Mail zur Verfügung.
Unsere Mailadresse: raphael@st-georgenberg.atTelefonisch erreichbar:  0043 (0)5242 63786 -19    (Prior Adm. P. Raphael OSB)

  -13    (Subprior P. Cornelius OSB)

Die Gottesdienstordnung ist deshalb veröffentlicht, damit Sie wissen, dass die uns anvertrauen 
Messintentionen persolviertwerden – das heißt: Die Intentionen werden von uns Mönchen gefeiert.

Bleiben Sie gesund!
Wir Mönche denken an Sie und sind im Gebet mit Ihnen verbunden.

In Verbundenheit grüßt Dich / Sie
P. Raphael Klaus Gebauer OSB

Prior Administrator und Wallfahrtspater

Gebet zum Hl. Benedikt

Die Benedictus – Novene

Litanei und Gebet zum Heiligen Benedikt von Nursia

in Notsituationen und bei Epidemien
für eine Novene
Herausgeber P. Raphael Gebauer, 6135 St. Georgenberg

Mann / Frau betet an 9 aufeinander folgenden Tagen:
9 Vater unser, ein Ave Maria und Ehre sei dem Vater, anschließend die Litanei
und das Gebet zum heiligen Benedikt.

Litanei zum heiligen Benedikt, dem Patron Europas

Herr, erbarme dich unser
Christus, erbarme dich unser
Herr, erbarme dich unser
Christus, höre uns
Christus, erhöre uns
Gott Vater im Himmel – erbarme dich unser
Gott Sohn, Erlöser der Welt
Gott Heiliger Geist
Heiligste Dreifaltigkeit, ein einziger Gott

Heilige Maria – bitte für uns
Heilige Mutter Gottes
Mittlerin aller Gnaden
Königin der Mönche
Heiliger Benedikt
du Ruhm von Nursia
dessen Name „Gesegneter“ bedeutet
reich begabt mit den Gaben des Heiligen Geistes
Bote des Friedens Christi
großer Liebhaber und Verehrer des Kreuzes Christi
Abt und Vater der abendländischen Mönche
erfüllt mit dem Geiste der Gerechten
Vater vieler Märtyrer-innen, Kirchenlehrer-Innen,
Bekenner-Innen und Jungfrauen
Wunder von Opfergesinnung und Buße

Heiliger Benedikt, Wunder von Bescheidenheit und Kraft
Heiliger Benedikt, Muster der klaren Erkenntnis des Seelenlebens
Heiliger Benedikt, Mann Gottes
Heiliger Benedikt, der du von früher Jugend an der Welt entflohen bist

Heiliger Benedikt
der du in der Einsamkeit zurückgezogen nur mit Gott und für Gott lebtest
der du deinen Körper in Dornen gewälzt hast, um deine Reinheit unversehrt zu bewahren
mit Gottes Wundermacht begleitet
der du Götzenbilder stürztest durch das Kreuz
der du die Versuchungen des Teufels vereiteltest durch das Zeichen des heiligen Kreuzes
der du die Bosheit beschämt hast durch das Kreuz der du Kranke geheilt, Tote auferweckt und Besessene erlöst hast durch dein vertrauensvolles Gebet
der du unbesiegbar warst in deinem Glauben, unerschütterlich in deiner Hoffnung und voller Hingabe in deiner Liebe zu Gott
der du nach Christi Vorbild sanftmütig und demütig von Herzen warst
der du die väterliche Güte mit einer weisen Strenge vereinigt hast
der du für Leidgeprüfte eine liebevolle Stütze warst, voller Mitleid und Dienstfertigkeit
der du treu in dir das Bild Christi gebildet hast
der du am Altare stehend Gott deine Seele zurückgeschenkt hast
Patron eines guten Todes
mächtiger Fürsprecher bei Gott für alle, die dich anrufen
du Patron Europas


Heiliger Vater Benedikt, würdiger Anführer eines gro ßen Heeres deiner Ordenssöhne und –töchter. Ich erinnere dich des schönen Todes, den der Herr dir gewährt hat. Aufrecht stehend und mit erhobenen Augen betend, gabst du deinem Schöpfer deine Seele zurück. Stehe mir einst in meiner Sterbestunde bei. Behüte mich vor den Angriffen des bösen Feindes und führe mich zu den ewigen Freuden.

Heiliger Vater Benedikt, du großer Helfer und Für- bitter, du Schrecken der bösen Geister, voll Vertrauen flehen wir zu dir in unserer Not.
Lege unablässig Fürsprache ein für uns in unserer großen Not am Throne Gottes und vertreib die bösen Geister mit all ihren schädlichen Einflüssen. Segne uns, wie du einst mit großer Kraft gesegnet hast. Wir bauen auf deine machtvolle Hilfe und danken Gott für deine Heiligkeit und Größe, die dir so wunderbare Fürbittkraft zukommen lässt.

Gott, du hast uns im heiligen Benedikt einen Meister und Lehrer geschenkt, der uns anleitet, dich zu su- chen und dir zu dienen. Gib, dass wir der Liebe zu dir nichts vorzíehen, sondern voll Freude und Zuversicht auf dem Weg deiner Gebote dir entgegenzueilen.

Heiliger Abt Benedikt, Patron Europas, bleibe uns immer nahe, besonders in der Stunde des Todes.

Veröffentlichung der Österreichischen Bischofskonferenz

Veröffentlichung der Österreichischen Bischofskonferenz

Gott, richte uns wieder auf (Ps 80,4)

Die Österreichische Bischofskonferenz hat am 19. März 2020 aufgrund der Pandemie bekräftigt: Die staatlichen und die Tirol betreffenden Anordnungen sind strikt zu befolgen, ebenso die diözesanen Vorschriften. Für den kirchlichen Bereich halten die Bischöfe zusätzlich bis auf Weiteres fest: Alle öffentlichen Gottesdienste und religiösen Versammlungen sind untersagt. Sämtliche kirchliche Veranstaltungen, die mit Versammlungen verbunden sind, werden abgesagt. Für die Wallfahrtskirche St. Georg und für die Lindenkirche sowie für die Benediktinerabtei St. Georg gilt: Zum Schutz aller PilgerInnen und BesucherInnen sind alle Gottesdienste in der Wallfahrtskirche und der Chorkapelle St. Benedikt nicht mehr öffentlich zugänglich. (Die Bischöfe entbinden von der Sonntagspflicht.) Die Benediktinerabtei, das Geistliche Zentrum und der Klosterladen sind bis auf Widerruf für Gäste und Besucher geschlossen Auf dem St. Geogenberg ist nur die Wallfahrtskirche St. Georg von 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr für persönliches Beten geöffnet und zugänglich. Wer einen schwerwiegenden und dringenden Grund für eine Beichte hat, kann sich telefonisch (05242 63786-19) an mich, den Wallfahrtspater, wenden. Ebenso stehe ich Ihnen in persönlichen, seelsorglichen oder geistlichen Angelegenheiten sowohl telefonisch als auch per Mail zur Verfügung. Unsere Mailadresse: raphael@st-georgenberg.at Telefonisch erreichbar: 0043 (0)5242 63786 -19 (Prior Adm. P. Raphael OSB) -13 (Subprior P. Cornelius OSB)

Die Gottesdienstordnung ist deshalb veröffentlicht, damit Sie wissen, dass die uns anvertrauen Messintentionen persolviert werden – das heißt: Die Intentionen werden von uns Mönchen gefeiert. Bleiben Sie gesund! Wir Mönche denken an Sie und sind im Gebet mit Ihnen verbunden. In Verbundenheit grüßt Dich / Sie P. Raphael Klaus Gebauer OSB Prior Administrator und Wallfahrtspater

  • Veröffentlichung der Östereichischen Bischofskonferenz

Predigt von Bischof Hermann Glettler am 8.9.2019

Rückzug auf den Berg

Lesung: Weish 9,13-19; Evangelium: Lk 14,25-33

Die Benediktinermönche von Fiecht gingen nun definitiv an den geistlichen Ursprungsort ihres Stiftes zurück.
Ausschlaggebend für diesen Schritt waren nicht nurwirtschaftliche Überlegungen und die Tatsache, dass der Konvent zahlenmäßig sehr klein geworden ist. Mit dem Rückzug auf den St. Georgenberg wird ein geistliches Zentrum gestärkt, bzw. in neuer Weise aufgebaut. 

Die ursprüngliche Eremitenklause, die 1138 zur Benediktinerabtei erhoben wurde, gehört ja ohnehin schon seit
Jahrhunderten zu den stärksten Wallfahrtsorten Tirols. Der Rückzug auf den Berg hat eine symbolische
Strahlkraft und Radikalität, die sich auch in den Texten des heutigen Sonntags finden.

Der heilsame Rückzug
Um 950 hat der selige Rathold in der Schlucht des Stallentales auf einem Felsvorsprung für sich und eine kleine
Gemeinschaft von Eremiten ein Kloster errichtet. Er hat die exponierte Lage gewählt, um einen Ort zu haben, der die frei gewählte
Einsamkeit unterstützt und der Radikalität der Berufung entspricht – Alles zurücklassen und in die Fußspur Jesu
einsteigen, wie es im heutigen Evangelium heißt. Knapp 200 Jahre später nahm die Klostergemeinschaft die Regel des
Hl. Benedikt an. Kloster und Kirche wurden mehrfach von  Bränden zerstört und immer wieder neu errichtet.
Nach dem großen Brand von 1705 entschloss sich der Orden nach Fiecht hinunterzugehen.
1733 wurde das ehemalige Kloster am Berg als Wallfahrtshospiz wiederaufgebaut. 
St. Georgenberg ist ein geheimnisvoller Anziehungspunkt geblieben. Das Romantische und Rohe der Natur
hält sich hier gut die Balance. Der Rückzug der Benediktinermönche an ihren Ursprungsort ist mit Sicherheit 
keine Weltflucht und auch nicht die Wahl von einem komfortablen Leben – wenn auch das umgebaute und sanierte
Felsenkloster eine zeitgemäße, ästhetisch ansprechende Gestalt bekommen hat. Es hat Signalwirkung. 
Viele Menschen unserer Zeit machen sich auf den Weg. St. Georgenberg ist das Ziel für einen heilsamen Rückzug.
Ausschlaggebend kann eine Lebenskrise sein, die zu einer Unterbrechung drängt. Es kann der Wunsch nach Klarheit sein, 
weil eine wichtige Entscheidung ansteht. Es kann die Hoffnung auf Versöhnung sein, weil sich Schuld nicht einfach weg reden lässt.
Oder es ist einfach der innere Antrieb, Gott für die Größe und Schönheit des Lebens zu danken.
Kaum wo anders ist das intensiver und befreiter möglich als auf einer Anhöhe, deren sakrale Markierung schon Jahrhunderte alt ist. 

Die Botschaft der Berge
Religionsgeschichtlich spielen Heilige Berge eine große Rolle. Auch im Leben Jesu. Immer wieder zog sich Jesus auf den Berg zurück,
um zu beten – er wollte mit seinem Vater allein sein. Diese Verbundenheit mit seinem Ursprung war sein Lebensgeheimnis. 

Es sind drei „Berge“, die im Evangelium eine entscheidende Rolle spielen. 

Am Berg der Seligpreisungen verkündete Jesus die Magna Charta seines Lebens und seine Vision vom Reich Gottes.
Alle Heilig-Land Pilger wissen, dass die Anhöhe unmittelbar am See von Galiläa nicht als Berg zu bezeichnen ist. Nicht die
geographische Verortung ist entscheidend, sondern der Hinweis auf den Berg Sinai. Dort wurde das Gesetz durch Mose 
gegeben, hier verkündet Jesus die Neue Botschaft. Sein Programm ist tröstend und revolutionär zugleich. Nicht die Mächtigen,
sondern die Ausgegrenzten, Trauernden und Barmherzigen werden glückselig sein. 
Dieses Leitwort ist eine befreiende Alternative zu allen Ansagen von Gewalt und Verdrängung.

Am Berg Tabor hat Jesus drei ausgewählten Jüngern in einer überwältigenden Schau das lichtvolle Geheimnis
seiner Person erleben lassen. Sie durften eintauchen in das Geheimnis der Gegenwart Gottes. 
Die Verklärung Jesu ist keine äußerliche Show. Wer an ihn glaubt, wird von ihm verwandelt. Ja, wir haben es nötig,
dass die vielen Bereiche der Dunkelheit in uns vom Licht Jesu aufgedeckt, durchdrungen und verwandelt werden.
Der dritte „Berg“ im Evangelium ist der Hügel außerhalb der alten Mauern von Jerusalem. 

Am Berg Golgotha wurde Jesus als gottverlassener Verbrecher hingerichtet. Die erlittene Gewalt hat er durch Liebe überwunden.
Auf diesem Berg wurde die Todesspirale abgründiger Bosheit und Vergeltung durchbrochen. 
Versöhnung und Neubeginn sind möglich. Das Leben hat gesiegt.

Auftrag und Sendung
Fünf Mönche der Missionsbenediktiner, deren Kongregation seit 1967 im Stift Fiecht lebt, werden nun hier am St. Georgenberg wohnen.
Zwei Brüder sind aufgrund von Alter und Gebrechlichkeit im barocken Stift geblieben. Das Kloster auf dem markanten Felsvorsprung
wird in neuer Weise ein Ort des Gebetes und der Gastfreundschaft im Sinne des Hl. Benedikt sein. 
Auch Zimmer für Gäste sind vorhanden. Der geistliche Dienst der Mönche für alle Gläubigen und Suchenden,
die hierher kommen, ist von großer Bedeutung: Es ist das verlässliche Psalmengebet und die Feier der Eucharistie, stellvertretend für viele,
die in der Nervosität unserer Zeit nicht zur Ruhe kommen. 
Es ist das Angebot einer geistlichen Begleitung, die man hier wahrnehmen kann, und das Sakrament der Versöhnung.
Gerade das Letztgenannte kann eine unerwartete Befreiung und Entlastung schenken – auch wenn vielen die Praxis der Beichte
abhandengekommen ist. Es ist einen neuen Versuch wert.

Alle, die am St. Georgenberg für sich eine ruhige Zeit gesucht haben oder anlässlich einer offiziellen Wallfahrt an diesen Ort der Gnade
gekommen sind, gehen beschenkt und gesegnet nach Hause. Das ist eine vielfach bestätigte Tatsache. 
Das Erfreuliche und Abgründige von uns Menschen hat hier Platz. Nichts muss verdrängt oder als Last einsam getragen werden.
Die schmerzensreiche Mutter vom St. Georgenberg, dargestellt in der gotischen Pieta, nimmt die Gebete der Pilger entgegen.
Auch die fragmentierten oder unfrommen Gebete kommen an. 
Maria, die Mutter Jesu, vermittelt einen Trost, der sich schwer in Worte fassen lässt. Sie hält und verweist uns auf ihren Sohn,
der auf den drei Bergen des Evangeliums sein Herz gezeigt hat – am Berg der Seligpreisung, der Verklärung und Versöhnung.
Der Segen Gottes möge auch in Zukunft  von diesem exponierten Ort ausgehen und die Gesegneten werden selbst zum Segen –
n allen Höhen und Niederungen des alltäglichen Lebens.