Schriftgrad:

Öffnungszeiten der Stiftspforte

Montag bis Samstag
08.00 Uhr–12.00 Uhr
14.00 Uhr–16.30 Uhr 
  

Sonn- u. Feiertage
10.30  Uhr-11.30 Uhr
14.00 Uhr-16.30 Uhr

Helfen Sie jetzt!

                                            btn donate LG

Newsletter Anmeldung


Die Bibliothek

Die Bibliotheksgeschichte

Über die frühe Bibliotheksgeschichte des im Jahr 1138 gegründeten Klosters ist nichts bekannt, doch kann ein bereits bestehendes armarium (Bücherkasten) zur Aufbewahrung der notwendigen Bücher angenommen werden. Die ältesten, heute  nur mehr teilweise im Besitz des Klosters befindlichen Codices belegen eine enge Beziehung zum Benediktinerkloster Tegernsee. Unter Abt Kaspar II. Augsburger (1469 1491), der dem humanistischen Gedankengut sehr aufgeschlossen war und  Kontakt mit bedeutenden Humanisten wie Johannes Fuchsmagen oder Aeneas  Silvius Piccolomini (dem späteren Papst Pius II.) pflegte, erfuhr die Bibliothek großen  Zuwachs.

 

Durch die Veränderungen der Reformation sowie die Brände von 1637 und 1705 erlitt die Bibliothek Schaden. Nach der Aufhebungszeit durch die bayerische Regierung (1807-1816) dauerte es ziemlich lange, bis die Klosterbibliothek wieder einigermaßen benutzbar war und die abgegebenen Werke teilweise wieder rückgeführt werden konnten. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts verkaufte Abt Pockstaller zahlreiche Handschriften und Inkunabeln, die sich heute zum Großteil in  der British Library in London befinden. Durch den Zweiten Weltkrieg und die Besatzung erlitt das 1941 aufgehobene Kloster großen Schaden; erst 1955, wurde es den Benediktinern zurückgegeben. 1961 erhielt die Bibliothek einen eigenen Trakt.

 

 
Ausschnitt aus alten Büchern Buchrücken Bücher aus der Schreibstube

 

Geamtbestand: ca. 50.000 Bände, davon:

180 Handschriften
283 Inkunabeln
300 Frühdrucke (bis ca. 1530)
800 Bände 16. Jh.
1600 Bände 17. Jh.
12.300 Bände 18. Jh.
11.300 Bände 19. Jh.
restliche Bände 20. Jh.

Gedruckte Quellen (Auswahl):

Anonym (Abt Caspar Augsburger): Das ist ein tafel des anefangs ... (= älteste gedruckte Chronik von Sankt Georgenberg Fiecht, o. 0., o. J., gedruckt wahrscheinlich bei Anton Sorg, Augsburg, um 1480).

 

Anonym (Abt Benedikt Herschl): "Athos Georgianus, divis coelitibus, quorum reliquiae hic sunt ...". Innsbruck 1652.

 

Bachmann, Hanns: Das älteste Urbar der Benediktinerabtei St. Georgenberg zu Fiecht von 1361/70 und das Weinzinsregister von 1420 und 1422 (Österr. Urbare 3. Abt. Urbare geistl. Grundherrschaften 5. Bd. Die mittelalterlichen Stiftsurbare des Bistums Brixen, 4. T. St. Georgenberg). Innsbruck 1981.

 

Fornwagner, Christian (Bearb.): Die Regesten der Urkunden der Benediktinerabtei St. Georgenberg Fiecht vom 10. Jahrhundert bis 1300 (Tiroler Geschichtsquellen 27). Innsbruck 1989.

 

Literatur:

  1. Bachmann, Hans: Die Benediktinerabtei St. Georgenberg im Kulturleben des Mittelalters. In: Tiroler Heimat 16 (1952), 33 101.

     
  2. 850 Jahre Benediktinerabtei St. Georgenberg Fiecht: 1138 1988 (Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktiner Ordens und seiner Zweige. Erg. Bd. 31). St. Ottilien 1987.

     
  3. Kramer, Maurus: Geschichte der Benediktinerabtei St. Georgenberg Fiecht bei Schwaz in Tirol. St. Ottilien 21977

     
  4. Naupp, Thomas: Beiträge zur Kultur  und Geistesgeschichte der Benediktinerabtei St. Georgenberg Fiecht von den Anfängen bis zur ersten Aufhebung im Jahre 1807 (Staatsprüfungsarbeit am IfOG). Wien 1980. Naupp, Thomas: Bibliographie zur Geschichte von St. Georgenberg Fiecht vom Jahr 1480 bis 31. 12. 1986. In: 850 Jahre Benediktinerabtei St. Georgenberg Fiecht: 1138 1988 (Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktiner Ordens und seiner Zweige. Erg. Bd. 31). St. Ottilien 1987, 547 570.

     
  5. Naupp, Thomas: Fiecht St. Georgenberg. In: Die benediktinischen Mönchs  und Nonnenkloster in Osterreich und Südtirol (Germania Benedictina 3/1). St. Ottilien 2000 (mit ausführlicher Bibliographie).

     
  6. Nöhrer, Michaela: Beiträge zur Kultur  und Geistesgeschichte der Benediktinerabtei St. Georgenberg Fiecht von der ersten bis zur zweiten Aufhebung (1807 1941) (Diss.). Innsbruck 1984.

     
  7. Pockstaller, Pirmin: Chronik der Benediktiner Abtei St. Georgenberg nun Fiecht in Tirol. Innsbruck 1874.

     
  8. Weiss, Gerhard: Beiträge zur Geschichte der Benediktinerabtei St. Georgenberg im späten Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit (Diss.). Innsbruck 1969.

 

Archivbestände:

Urkunden:

  1. Die Urkundenreihe ist chronologisch geordnet und umfasst ca. 1000 Stück.

Akten:

  1. Personalakte und Personalstandsausweise; Schul , Konvikts – und
    Studienangelegenheiten; Pfarreien; Visitationen; Prozessakten; Fischerei und Jagd:
    Güterverzeichnisse, Conföderationsbriefe; Konsistorialverord nungen;
    Begräbnisrecht; Patronatrecht; Kirchenrechnungen; Zollfreiheit; Steuerquittungen;
    Schwazer Bergwerk und Innbrücke; Tiroler Landtagsakten (ca. 1455 1849);
    Pachtverträge: Administrations  und Kommissionsakten (1807 – 1816 und 1825 –1834; Grundentlastungsakten; "Waldöffnungen" (Darlegung der an bestimmten Orten bestehenden Rechtsverhältnisse); Stiftungen, Ablassbriefe, Altarweihen und Reliqueinauthentiken; Inventarlisten, Äbteverzeichnisse, Benediktionsurkunden, Kirchenbauakten; Kapitelprotokolle; Briefsammlungen;
    Pläne, Libelle, Stiftsbriefe, Akten zum Georgenberger Blutwunder, Schwedenbriefe.
  2. Handschriften: die 24 Kopialbücher verteilen sich auf das 13. bis 17. Jh., die 76 Urbare auf das 14. bis 19. Jh., die 126 Verfachbücher umfassen die Jahre 1669 bis 1818, die Rechnungbücher reichen von 1513 bis in die neueste Zeit.
    Die übrigen Handschriften sind Quellen zur Stiftsgeschichte, Kataloge, Inventare, Archivrepertorien, Nekrologe, Mitgliedschaftbücher für Bruderschaaften, Fremden-und Gästebücher, Küchen-,Keller-und Sakristeibücher.

Das Archiv verwahrt Fremdbestände von Benediktbeuern: Matricula seu Biologium Benedictoburanum (1732); Necrologium Benedictoburanum (1714); Archivum Buranum.

Findmittel: Ortsweiser von P. Hugo Santer OSB (1920/1930); Inventar des Archives des Stiftes Fiecht 1939 von Hanns Bachmann.

 

 

Thomashp


Kontakt:

P. Thomas Naupp OSB
Email