Schriftgrad:

Helfen Sie jetzt!

                                            btn donate LG

Newsletter Anmeldung


Benedikt heute

Junge-Moenche-im-Stift.jpg
 

Immer wieder besuchten junge Mitbrüder das Stift, das 2019 auf den St. Georgenberg verlegt wurde

 

 

Die Kernbotschaft Benedikts ist das Evangelium.
Das vorletzte Kapitel der Regel bringt die ganze Spiritualität Benedikts auf den Punkt: Christus nichts vorziehen.


Benedikt ist maßvoll und kennt die Schwächen der Menschen.
Diese mögen in allergrößter Geduld angenommen werden, schreibt er.
Der Abt (Vater) trägt große Verantwortung, aber schon bei Benedikt gibt es moderne Demokratie: An den Entscheidungen des Klosters sollen alle teilhaben. Kommt ein jüngerer Mensch ins Kloster, dann kann es sein, dass der Heilige Geist gerade diesen hergeführt hat, um neuen Aufbruch zu bewirken, schreibt der Gründer, Benedikt von Nursia um das Jahr 527.

Ein Leben lang Gott suchen ist nach Benedikts Regel die Aufgabe des Mönches. Hier sehen wir, wie viele Kapitel auch für den Laien bis heute anwendbar sind.


Weitere Schwerpunkte sind die Liebe zu Stille und Gebet. Keine Übertreibungen, sondern maßvoll soll alles geschehen, in gegenseitiger Rücksichtnahme.


Die Lauterkeit des Herzens und der Gedanken, die Bescheidenheit und die Bereitschaft zum Dienst, die Geduld in Widerwärtigkeiten, das schon erwähnte rechte Maß, Zuverlässigkeit und Verantwortung, Liebe und Achtung vor jedem Menschen, Gastfreundschaft und Friedfertigkeit sind einige der Säulen der Gemeinschaft.


Benedikt nennt eine solche Gemeinschaft sogar “Haus Gottes“.
Er kennt jedoch den Unterschied zwischen Theorie und Praxis. So geht er auch auf viele Details ein, die zeigen, wie bodenständig er ist, ein Kenner der menschlichen Psyche, wissend, was alles einer Gemeinschaft widerfahren kann. Auch er wurde ja einmal als Vorstand einer Gemein- schaft „ausgegraust“.

Das spezifische Charisma einer benediktinischen Gemeinschaft ist die „discretio“, die auch im berühmten Satz „ora et labora“, „bete und arbeite“ sichtbar wird. Dem „und“ kann jede Tätigkeit angefügt werden... und lese, und schreibe Briefe, und betreue eine Pfarrei ..... aber alles so, dass der Mittelpunkt nicht an den Rand gedrängt wird, dass der Bezug zur Gemeinschaft gewahrt bleibt .


Das Charisma zeigt sich in der Verbindung des tätigen Lebens mit tiefer Spiritualität. Selbst die Geräte des Klosters möge der Mönche wie heilige Altargefäße betrachten.

 
Das heißt: Alles diene der Verherrlichung Gottes, der Pfortendienst, die Liturgie, das Fensterputzen, die Beschäftigung mit dem Computer, Exerzitien, das Tischdecken und die gemeinsame Mahlzeit.


Alles konkrete Tun wird in den Dienst der Verherrlichung Gottes mit einbezogen. Murren kann aufkommen, vergiftete Atmosphäre, Groll im Herzen gegen Mitbrüder. Das Geschenk der Vergebung muss der Mönch deshalb besonders oft annehmen.


Die heutigen Mönche haben auch Anteil am modernen Leben, sie benützen das Internet, geben Kurse, nehmen teil an Ausbildungen, machen drei Wochen Ferien, verbringen auch zuweilen befristete Einsätze in den Missionsländern Afrika, Asien und Südamerika, sind also bewusst Teil einer Weltkirche, die sich verbunden weiß.

Stiftsbrunnen mit Benediktsfigur im Innenhof

Der neue Stiftsbrunnen mit der Benediktsfigur wurde anlässlich des 70. Geburtages von Abt Anselm Zeller OSB enthüllt und gesegnet. 

Brunnen-mit-Zahl_hp.jpg
Hp_Figur_gesamt.jpg
Hp_Oberkörper.jpg
Hp_Schild.jpg