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Der Heilige Benedikt

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Wichtigste – eigentlich einzige Quelle zum Leben des heiligen Benedikt sind die "Dialoge" von Papst Gregor dem Großen. Im 2. Buch dieser Sammlung von Heiligengeschichten berichtet er zahlreiche Episoden aus dem Leben des Mönchsvaters. Hier einige Eckdaten, die der traditionellen Chronologie folgen.

Benedikt kam um 480 im umbrischen Nursia (heute Norcia) zur Welt. Seine Familie gehörte zur Oberschicht der kleinen Stadt. Wir wissen, dass Benedikt eine Schwester namens Scholastica hatte, die sich schon in jungen Jahren Gott geweiht hatte. Nach Abschluss der ersten Ausbildung in seiner Heimat begab er sich nach Rom, um sich dort höheren Studien zu widmen.


Er blieb dort aber nicht lange, denn der verderbte römische Lebensstil schreckte ihn ab. Er wandte sich mit seiner Amme nach Affile im Tal des Anio. Nach kurzer Zeit verlangte ihn nach größerer Einsamkeit, und so trennte er er sich auch von seiner Amme und zog nach Subiaco, wo die Ruine einer verfallenen Villa Kaiser Neros stand.

In einer Höhle im Steilhang oberhalb des Anianetales führte Benedikt zunächst ein Einsiedlerleben. Eine Einsiedlerkolonie im nahegelegenen Vicovaro bat ihn, dort das Abtsamt zu übernehmen. Benedikt wollte deren schlechte Sitten aber nicht dulden, weshalb diese sich bemühten, ihn zu vergiften, was allerdings misslang.


Benedikt gründete nun in Subiaco seine eigene Klostergemeinschaft. Um 529 zwangen ihn die Nachstellungen eines neidischen Priesters zur Verleg- ung seines Klosters. Er zog mit seiner Gemeinschaft nach Cassino, südlich von Rom. Auf der die Stadt überrag- enden Akropolis errichtete er ein neues Kloster: Montecassino.


Hier verfasste er auch die Mönchs- regel, die bis heute seinen Namen trägt und zum Grundkodex des abendländischen Mönchtums wurde.
Er starb am 21. März 547 (Genaues Todesjahr nicht ganz gesichert).

Grundgedanken des heiligen Benedikt

  • Die Suche nach Gott
  • Christus nichts vorziehen
  • Tägliches gemeinsames Gebet zur Vigil, Laudes, am Mittag, zur Vesper und zur Komplet
  • Das gemeinschaftliche Leben unter der Führung von Evangelium, Ordensregel und Abt
  • Die Gastfreundschaft
  • Die Ausgewogenheit zwischen geistlichem und aktivem Leben
  • Die Achtung vor den anvertrauten Gütern
  • Die Einbindung der Tätigkeiten in die Gemeinschaft und deren Anforderungen
  • Die Entscheidungsfindung durch die Mitbrüder, auch der Neuhinzugekommenen
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