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Sankt Georgenberg

 
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Die Wallfahrtskirche von St. Georgenberg

Auf einem hellen Felskegel, der etwa hundert Meter aus dem Grunde des Stallentales aufragt, steht der Wallfahrtsort St. Georgenberg: die Wallfahrtskirche, der Turm mit dem Treppengiebel und Teile des alten Klostergebäudes.

Herrliche Wanderwege lassen den Gang (Aufstieg) zur ältesten Gnadenstätte Tirols zum Erlebnis werden. Bevor man zur Kirche gelangt, überquert man die Schlucht auf einer alten gedeckten Holzbrücke.

Georgenberg ist ein dreifacher Wallfahrtsort.
Verehrt wurden schon in alter Zeit:

  • Der Hl. Georg

  • ein gotisches "Vesperbild"
    (Darstellung der Muttergottes mit dem Leichnam Jesu auf dem Schoß - pietà)
  •  und die sogenannte Heilig- Blut- Reliquie 1310 - 2010

700 Jahre Verehrung des heiligen Blutes -
Predigtreihe und Festgottesdienst >>>

Die Verehrung der Schmerzhaften Mutter nimmt jedoch die erste Stelle ein.

 

 

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Die urkundlich gesicherte Baugeschichte beginnt um 950. In den Jahren 1654 - 1660 erhielt die Kirche im wesentlichen ihre heutige bauliche Gestalt. Die vorher dreischiffige Anlage wurde im Stil der barocken Wandpfeilerkirchen zu einer einschiffigen Kirche umgebaut. Das vierjochige Langhaus und der Chor werden von Seitenkapellen und darüberliegenden Ballustraden begleitet. Um 1735 – nach dem 4. Brand 1705 – gestaltete Jakob Singer von Schwaz die Kirche im Stil des Spätbarock um. Bandelwerkstukkaturen wurden am Gewölbe und an den Kapitellen angebracht.

 

Da die Mönche von St. Georgenberg - Fiecht vom 10. Jahrhundert bis Anfang des 18. Jh auf dem St.Georgenberg wohnten und erst dann im Tal eine neue Abtei errichteten, beschreiben wir zwei Kirchen und zwei Häuser, die beide eine große Attraktion darstellen.

 

Das Gewölbe der Kirche zieren zwei große und mehrere kleine Fresken im Nazarenerstil, die im Jahr 1863 von Franz Lair geschaffen wurden. Künsterlisch bedeutend ist der Hochaltar aus dem 18. Jahrhundert mit dem geschnitzten Gnadenbild der Schmerzensmutter von 1415. Der trauervolle, aber nicht verzweifelte Gesichtsausdruck der Schmerzensmutter macht die Empfindsamkeit der hochgotischen Kunstepoche deutlich. Die seitlichen Figuren des hl.Jakobus und des sel.Rathold von Aibling (Begründer des Georgenberges) sowie das gesamte Altarambiente mit den sieben Schmerzen Mariens schnitzte Franz Xaver Nissl aus Fügen im Zillertal.

 

Zu den bemerkenswerten Kunstwerken zählt die Kanzel der Wallfahrtskirche, ein Meisterstück Johann Michael Fischlers, ferner die oft unbeachteten Stuhlwangen sowie das von Josef Schmutzer geschaffene Altarblatt mit der "Glorie des hl.Benedikt"
am rechten Choraltar.

In der Sakristei erinnern Votivbilder an die Hilfe der Gottesmutter und die Verehrung des hl.Blutes. Im Stift Fiecht werden weitere Votivtafeln und Votivgaben aufbewahrt.
Etwas oberhalb des Wallfahrtsortes steht die kleine, 1230 erbaute Kirche "Maria unter der Linde", welche in den letzten Jahren- wie auch die Wallfahrskirche- restauriert worden ist.

 


Besondere Wallfahrtstage
sind:

  • der Schmerzensfreitag (Freitag vor dem Palmsonntag)
  • der Hl.Georg (23. April)
  • die Goldenen Samstage im Oktober
    (ersten drei Samstage nach dem Hochfest der Erzengel Michael, Gabriel und Raphael)
  • und die weit über Tirol hinaus bekannten und beliebten Nachtwallfahrten
    (jeweils am 13. der Monate Mai bis Oktober)

Der Georgenberg kann zwar beschrieben werden, aber die Atmosphäre dort muss man persönlich erleben.

 

Eine berühmte Klamm (Wolfsklamm) führt von Stans aus bis unterhalb des Felsens, auf dem der Wallfahrtsort liegt. Weitere Wallfahrtswege gehen von Schwaz, Vomp und Fiecht aus auf den Georgenberg.

 

Im Jahre 2000 feierten wir das 1050 – jährige Bestehen des Georgenbergs. In der wechselvollen Geschichte von Kloster und Kirche (4 Brände, Lawinen, Pest im Mittelalter) spiegelt sich Mensch und Geschichte.

 

Der Wallfahrtpriester ist P. Raphael OSB 05242/63786.